Die Züge   

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Der Intercity-Express ist das Flaggschiff der Bahn. Mit bis zu 300 km/h verbindet der Schnellzug die größeren Städte miteinander. Dabei erbrachte er 2006 etwa 29 Prozent der Verkehrsleistung im Personenverkehr. Der InterCity sowie der international verkehrende EuroCity fahren die Städte zumeist im Stundentakt an. Zusammen erbringen diese Zuggattungen etwa 14 Prozent der Verkehrsleistung. Weitere drei Prozent entfallen auf zusätzliche Fernverkehrsprodukte. InterRegioExpress, RegionalExpress, RegionalBahn und S-Bahn sind die wichtigen Züge im Nah- und Stadtverkehr, der einen Verkehrsleistungsanteil von 54 Prozent hat. Eine Transrapid-Strecke in München ist in Planung.

Die 236 fahrplanmäßig fahrenden InterCityExpress-Züge in vier verschiedenen Varianten sind der wichtigste Teil der Fernverkehrsflotte. Für den Regional- und Stadtverkehr verfügt die Bahn über knapp 500 Elektrotriebzüge der Baureihe 481 bei der S-Bahn Berlin und nochmals so viele Züge in den einander ähnlichen Baureihen 420,423, 424, 425 und 426, die vorwiegend als S-Bahnen verkehren. Am häufigsten vorhanden ist die Baureihe 143 mit 625 Elektrolokomotiven, die auf stärker nachgefragten Strecken eingesetzt werden. Neben diesen besonders oft vorkommenden Zügen besitzt die Bahn aber auch zahlreiche weitere Baureihen. Bemerkenswert sind die vielen Dieseltriebwagen, wie etwa die Baureihe 628, die abseits der Großstädte die lokbespannten Reisezüge teilweise komplett abgelöst haben. Da Triebwagen kleiner und damit flexibler einsetzbar sind als schwere Züge mit Dieselloks, erfolgte in den Jahren von 1996 bis 2005 eine derartige Umstellung.

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Kunden und Service

Jörg Nießing stellt als Ergebnis einer empirischen Analyse fest, dass Reisepreis, Bequemlichkeit gegenüber dem Pkw und Pünktlichkeit zentralen Einfluss auf die Verbundenheit der Fernverkehrskunden mit dem Unternehmen haben. Jesko Perrey untersucht, auf welche Kundengruppen das Marketing der Bahn im Fernverkehr ausgerichtet sein sollte. 51 % der Fernverkehrskunden sind demnach preissensibel, 31 % sind Reisezeitminimierer und 18 % sind komfortorientiert.

Die Bahn stellt ihre Kunden weniger zufrieden als alle anderen Branchen, so das Ergebnis der 2006 vorgelegten Studie Kundenmonitor Deutschland. Auch der Verkehrsclub Deutschland sieht viele Schwächen. In einer Studie zeigt er aber, dass die Bahn besser als ihr Ruf sei. Dem stimmt auch der Verkehrswissenschaftler und Bahnfreund Heiner Monheim zu, wobei er insbesondere die aktiv nutzbare Zeit in der Bahn anpreist.

Fahrpreise

Für spontane Reisen bietet die Bahn den Normalpreis an, auf den nach dem Kauf einer BahnCard Rabatte gewährt werden. Ebenso lässt sich mit den Sparpreisen Geld einsparen, wobei man aber rechtzeitig einen ausgewählten Zug für Hin- und Rückfahrt buchen muss. Daneben gibt es diverse weitere Angebote für Familien, Mitfahrer, Gruppen, Pendler oder Nahverkehrskunden sowie verschiedene Aktionsangebote. Für Nahverkehrszüge in Verkehrsverbünden gelten jedoch andere Tarife.

Die Höhe des Normalpreises ist von Verbindung, Zuggattung und Reiseklasse abhängig. Damit ist es der Bahn möglich, die Preise dem Wettbewerb auf einer Strecke anzupassen. Wenn beispielsweise die Bahn im Vergleich zum Auto relativ schneller ist, so sind die Fahrpreise auch relativ höher. Mit den kontingentierten Sparpreisen versucht die Bahn im Sinne des Yield-Management in auslastungsschwachen Zeiten mehr Reisende auf die Schiene zu holen.

Nach einer Untersuchung werden die Bahnpreise von Unkundigen überschätzt: Reisende verschiedener Verkehrsmittel schätzten den Preis der Relation München-Hamburg auf 140 Prozent des realen Preises, bei kürzeren Distanzen noch mehr.

 

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